Neueste Nachrichten
- Vokü 26ter Januar im Rhizom und LADENWIEDERERÖFFNUNG
- Aufruf des Bündnisses Dresden Nazifrei 2012
- Repression gegen Castor Schottern
- 3-5.12.Proteste gegen Petersberg II - Krieg begintt hier
- Castor? Schottern! 2011
- regionale S21-Aktionstage im November
- 15. Oktober | Weltweiter Aktionstag gegen die Kapitalistische Krise
| 13.08.10 Stuttgart21 in Ravensburg?! |
|
|
|
| Freitag, 13. August 2010 um 14:16 Uhr |
100 Jahre alte Linden im Biergarten der Räuberhöhle vom Fällen bedroht!
Die Räuberhöhle und der Biergarten sind Bestandteil der kulturellen, sozialen Geschichte und Treffpunkt der unterschiedlichsten Millieus in Ravensburg. Die Menschen brauchen daher die Räuberhöhle als Ausdruck eines Lebensgefühles, so wie der Fisch das Wasser zum Schwimmen braucht. Laut einem Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom Februar steigt der Schuldenstand der Stadt Ravensburg vermutlich von 27,1 Mio € auf 40,9 Mio € bis zum Ende des Jahres an. Prestigeobjekte wie das geplante Kunstmuseum mit jährlich geschätzen Kosten zw. 500.000 und 1 Mio € leisten da sicher einen Beitrag zum Schuldenstand, den letztendlich die Bürger aufbringen müssen. Ein Zusammenhang zwischen dem geplanten
Kunstmuseum und der Räuberhöhle lässt sich aus einem Interview der
Schwäbischen Zeitung mit Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp vom
7.08. herstellen. Zitat: „Vier Argumente sprächen deutlich für
das Museum an der Burgstraße, das einmal die wertvolle Sammlung
Selinka beherbergen und hochkarätige Wechselausstellungen zeigen
soll. Erstens die Chance, eines der letzten Schmuddel-Viertel
gründlich zu sanieren. Neben dem Museum entstünden an der
Burgstraße ja eine neue Tanzschule, Wohnungen, eine Tiefgarage.“ Wer bisher dachte Gentrifizierung (Umstrukturierung von Stadtvierteln) würde nur in Großstädten wie Hamburg, Berlin oder Stuttgart stattfinden, sieht, dass Oberschwaben nicht verschont bleibt. Die Folgen der Gentrifizierung sind oft teure Mieten und die Vertreibung alteingessener MieterInnen. Nicht weiter verwunderlich, dass die ersten BewohnerInnen bereits damit konfrontiert wurden, wann Sie das Areal denn verlassen würden. Ein erster Schritt sind Unterschriftenlisten, die bereits in der Räuberhöhle, im Kulturladen Rhizom und im Copyshop ausliegen, die sich für den Erhalt der bedrohten großen Linden-Bäume aussprechen. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 zeigt eindrucksvoll, dass wir uns nicht alles gefallen lassen sollten. Time for the next step!!! |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 13. August 2010 um 22:09 Uhr |



Wie jetzt erst öffentlich bekannt geworden ist, soll
der Biergarten der Räuberhöhle mit dem fast 100 Jahre alten Lindenbaum-Bestand
einer Tiefgarage weichen. In der ersten Bebauungsplanänderung vom 14.10.2009 war im Innenhof der Räuberhöhle eine Grünfläche ausgewiesen. Dies wurde in einem beschleunigten Verfahren ohne Anhörung der öffentlichen Gruppen, wie z.B. BUND, durchgeführt. In einer zweiten Änderung vom 28.4.2010 wurde diese Planung verändert und die Grünfläche zu Gunsten eines Einbaus einer Tiefgarage im Innenhof verändert. Für diese Planung müssten die zwei fast 100 Jahre alten Linden im Innenhof geopfert werden. Gerechtfertigt wird diese Maßnahme
weiter durch den Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp damit, dass
während der Auslegung und Beteiligung weder von der Öffentlichkeit
noch von den Trägern öffentlicher Belange, auch nicht vom BUND
Stellungnahmen dagegen vorgebracht wurden. Stellungnahmen können
aber nur abgegeben werden, wenn die Öffentlichkeit informiert und eingebunden wird. Ähnlich wie beim Entscheidungsprozess
um das umstrittenen Kunstmuseum gibt es aber kein Interesse die
Pläne der Stadt und der Investoren durch eine kritische Öffentlichkeit
zu gefährden.