Unser Konzeptvorschlag: Prekäre Lebensverhältnisse bestimmen zunehmend unseren Alltag. Prekarisierung (Prekär lat.-fr.: durch Bitten erlangt, widerruflich schwierig ) bezeichnet die Zunahme ungesicherter Arbeitsverhältnisse, wie Teilzeitbeschäftigung, befristete Verträge, niedriger Lohn, mangelnder Kündigungsschutz, illegalisierte Arbeit, Selbstständigkeit und Ich AG´s. Prekäre Arbeit bedeutet oft Arbeiten ohne sicher zu sein, das Leben damit fristen zu können. Arbeitsrechte und Gesundheitsschutz sind häufig Fremdworte im beruflichen Alltag. Die Veranstaltungsblöcke haben wir bisher grob auf aufgeteilt in folgende Themen. Wir sind aber offen für Verbesserungsvorschläge und Anregungen. Veranstaltungsblöcke: 1. Block: Was ist eigentlich Prekarität? Wer ist betroffen? Weitere Fragenstellungen: Migrantische Arbeit, Hausfrauenarbeit, 400 € Jobs und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Bildung und Studiengebühren. 2. Block: Ein Schwerpunkt soll die Situation in der Bodenseeregion sein. Weitere regionale Themen: Arbeitskämpfe in der Region, Vernetzung mit Gewerkschaftslinken, Verhältnis zu Gewerkschaften, Hartz IV ... Im Zusammenhang mit den beiden ersten Blöcken sind mobilisierende Aktionen bei Einrichtungen zu prekären Beschäftigungsverhältnissen angedacht (MAC Donalds, Lidl, Arbeiterwohlfahrt, Arge ..... 3. Block: Debatte um Mindestlohn und Existenzgeld. 4. Block: Prekäres Leben - prekäre Bewegungen - prekäre Linke. Zum Prekarisierungsdiskurs in der deutschen Linken und Wir wollen alles - Supermärkte und Bäckereien. ( Vorraussichtlich mit Dirk Hauer) Denn Sinn einer Veranstaltungsreihe sehen wir darin von der Theorie in die Praxis zu kommen. Die Veranstaltung im September mit der Buchvorstellung zu kreativen Straßenprotest "go-stop-act" war gut besucht und mit einem Seminar wollen wir dies vertiefen. Angedacht ist z.B.dies konkret und praktisch zu verbinden mit einer Aktion zum thema Prekarität. Z.B. auf die gängige Praxis von 1 € Job ( z.B. Arbeiterwohlfahrt) hinzweisen oder Firmen mit prekär Beschäftigten zu besuchen und die Arbeitsverhältnisse zu thematisieren. Desweiteren ist ein regelmässig stattfindender Stammtisch von linken GewerkschaftlerInnen geplant. Der Laden im Rhizom will zukünftig regelmässig Termine anbieten zur Koordination von Ämtergängen, gegenseitigem Austausch und Hilfe und mit Anwälten zur Beratung von Hartz IV zusammenarbeiten. An Beiträgen und Referentinnen stehen bisher ein regionaler Beitrag zu Bildung und Studiengebühren, ein Beitrag über Vernetzung von Arbeitskämpfen ( Netzwerk-IT) und angefragt wurde Dirk Hauer (s.oben)
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 07. Januar 2010 um 22:38 Uhr |