02.04.04 Demonstration: "Agenda 2010 lasst uns die Folgen sehn. Der Weg in einen unsozialen Staat" PDF Drucken E-Mail

Demonstration am 02.04.04: "Agenda 2010 lasst uns die Folgen sehn. Der Weg in einen unsozialen Staat"


Am 02.04..04 haben wir in Ravensburg im Rahmen der europaweiten Aktionstage, eine Demo für den Stopp der Agenda 2010 und eine soziale Alternative veranstaltet. Das Motto unser Demo lautete "Agenda 2010 lasst uns die Folgen sehn. Der Weg in einen unsozialen Staat".

Geplant hatten wir eine Aktionsdemonstration um den Profiteuren und Opfern der "sogenannten Reform" einen Besuch abzustatten und mit kleinen Aktionen auf unser Anliegen aufmerksam zu machen. Auftaktkundgebung war auf dem Parkplatz der Oberschwabenhalle. An der Demonstration beteiligten sich insgesamt ca. 100 Menschen.

Zum Auftakt haben wir erst einmal gezeigt, daß wir trotz allem nicht das Lachen verlernt haben und führten einen Sketch, über Herrn Pierrer (Siemens Chef) als zukünftigen Bundeskanzler auf. Selbiger wurde während des Demozuges von einem Sklaven zusammen mit Herrn Ackermann, auf dem Konjunkturwagen gezogen.


Die Auftaktkundgebungsplatz war gegenüber vom neuen Eisstadion. Dies war auch gleich die erste Anlaufstelle, da dort zum größten Teil 400 € Jobber beschäftigt sind.

Vorbei an einem HiFi-Discounter "Billig ist mega Blöd" direkt zum Arbeitsamt, an dem wir die Sackgasse ins Sozialamt bildlich verdeutlicht haben.

An der Krankenkasse verteilten wir 10€ Gutscheine mit einer kurzen Erläuterung, was mensch sich davon an medizinischer Versorgung leisten kann.

Wenn mensch bei alldem natürlich nicht auslassen darf ist Herr Struck und seine Bundeswehr. Bekanntlich wird bei der Bundeswehr ja nicht gespart, sondern nur umstrukturiert. Von dick und langsam zu schlag und flexibel einsetzbar.

Ein weiter wichtiger Anlaufpunkt waren für uns die angedachten Eliteuniversitäten unserer Regierung. Wir forderten keine Privatisierung und freien Zugang für alle zum Bildungssystem.

 

Nächste Station war Diepers - eine Personal Service Agentur. Die Funktion der PSA`s ist es Arbeitslose in staatlich organisierte Zwangsarbeit zu Armutslöhnen zu vermitteln.

 

Von dort ist es, wenn man keine Leistung mehr bringt, nicht weit bis zu unserem letzten Wegpunkt der Obdachlosen-Übernachtungstätte Württemberger Hof.

 

Mit dem Marsch durch ein durch ein löchriges Netz das keinen von uns aufhalten konnte und unser soziales Netz darstellen sollte begann die Abschlusskundgebung.

 

Nach Musikeinlagen der Band Virus, Arbeiterliedern auf der Gitarre und der GEW Sambatruppe wurden Reden zur Problematik der Arbeitslosen Frauen Arbeitnehmer und Jugendlichen gehalten.

 

Wir bewerten die Demonstration als großen Erfolg und werden in diesem Sinne weiter machen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 12. Januar 2010 um 08:07 Uhr